Farbkodierung erklärt: Wie CT-Scans Abweichungen innerhalb von Sekunden aufdecken
Farbkodierung erklärt: Wie CT-Scans Abweichungen innerhalb von Sekunden aufdecken
In Produktionsumgebungen mit hoher Produktvielfalt und hohem Druck liegt der Engpass selten im Fertigungsprozess selbst – vielmehr geht es darum, sicherzustellen, dass das, was vom Band läuft, tatsächlich der Konstruktion entspricht. Das Color Mapping beseitigt diesen Engpass direkt und ist mittlerweile fester Bestandteil des Prüfablaufs in der gesamten CoreX-Produktreihe.
Was ist Color Mapping?
Das Color Mapping ist ein Verfahren zur Abweichungsanalyse, bei dem die tatsächliche, gescannte Geometrie eines Bauteils mit einem in die Software geladenen Sollmodell verglichen wird.
Anstelle einer Zahlentabelle wird das Ergebnis als farbige 3D-Oberfläche dargestellt: Jeder Punkt auf dem Bauteil wird entsprechend seiner Abweichung von diesem Referenzwert schattiert.
Die Farbskala folgt einer einheitlichen, intuitiven Logik:
- Blaue Bereiche kennzeichnen unterdimensionierte Regionen, in denen im Vergleich zum Nennmodell Material fehlt.
- Grüne Bereiche zeigen an, dass das Teil innerhalb der Toleranz liegt – dem Sollbereich für jedes geprüfte Merkmal.
- Rote Bereiche kennzeichnen überdimensionierte Regionen, in denen im Vergleich zum Nennmodell überschüssiges Material vorhanden ist.
Dieser Gradient verläuft stufenlos zwischen den beiden Extremen, sodass selbst geringfügige Abweichungen in Richtung einer Toleranzgrenze genauso deutlich erkennbar sind wie grobe Mängel.
Wofür wird es verwendet?
Farbkartierung wird eingesetzt, um Erstmusterprüfungen zu validieren, Maßtrends über Produktionschargen hinweg zu überwachen, die Ursachen von Fehlern beim Guss, Formguss oder in der additiven Fertigung zu ermitteln und Qualitätsergebnisse an Teams außerhalb des Messlabors weiterzugeben – darunter Produktionsleiter und Kunden, die eine schnelle, visuelle Antwort benötigen und nicht auf einen Rohdatenexport angewiesen sind.
Da die Farbabbildung auf der Oberflächengeometrie des Bauteils basiert – einschließlich der Wandstärke, sofern relevant, wie beispielsweise bei Rohren und Hohlkörpern –, können damit Maßabweichungen erkannt werden, die optische oder berührungsbasierte Systeme oft nur schwer erfassen können, auch bei transparenten oder Glasbauteilen.
Warum dies für die heutige Produktion von Bedeutung ist
Ein Farbkartenbild lässt sich von Natur aus schnell erfassen: Auf einen Blick erkennt das Team genau, wo ein Bauteil abweicht, um wie viel und in welche Richtung – ganz ohne Datenexport und ohne Tabellenkalkulation.
Was CoreX auszeichnet, ist, wie schnell ein Team dieses Bild tatsächlich erstellen kann.
Auch andere CT-Systeme können eine Farbkarte erstellen, allerdings erst nach einer Untersuchung und einer volumetrischen Rekonstruktion, die in der Regel mehrere zehn Minuten dauert. Bei CoreX liegt dasselbe Ergebnis bereits nach wenigen Sekunden direkt an der Produktionslinie vor.
Diese Kombination – ein schneller Scan und ein sofort lesbares Ergebnis – ermöglicht eine zügigere Erstmusterprüfung, eine strengere statistische Prozesskontrolle und schnellere Korrekturmaßnahmen, wenn ein Prozess von der Norm abweicht. All dies trägt dazu bei, Ausschuss- und Nacharbeitskosten zu senken.
Ein Klick. Keine externe Software. Keine zusätzlichen Kosten.
Genau hier bringt CoreX neue Impulse ins Spiel.
Die Farbzuordnung wird direkt in der Falcon 3D-Software mit einem einzigen Klick erstellt, unmittelbar nachdem der Scan rekonstruiert wurde.
Es ist kein Export in Analyseprogramme von Drittanbietern erforderlich, es müssen keine zusätzlichen Lizenzen verwaltet werden und es gibt keine zusätzlichen Schritte, die den Prüfzyklus verlangsamen.
In Kombination mit der selbstgeschirmten, produktionsreifen Bauform, die für die gesamte CoreX-Reihe gilt, und Scanzyklen, die – je nach Modell – nur wenige Sekunden dauern können, im Gegensatz zu den etwa 30 Minuten, die herkömmliche Systeme in der Regel benötigen, wird die vollständige volumetrische Abweichungsanalyse zu einer Aufgabe, die ein Produktionsteam selbst an der Fertigungslinie im Rahmen routinemäßiger Qualitätskontrollen durchführen kann, anstatt dass sie einer spezialisierten Laboreinheit vorbehalten ist.
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Häufig gestellte Fragen
F: Was ist CoreX Shopfloor CT?
A: Der CoreX ist ein industrielles CT-Gerät von READY Metrology, das für den direkten Einsatz in der Fertigung konzipiert ist. Es zeichnet sich durch eine flache Lernkurve, eine schnelle Einrichtung und eine Software aus, die speziell für Bediener – und nicht für Messtechnik-Spezialisten – entwickelt wurde.
F: Wie werden die Messergebnisse in der CoreX 2D-Software angezeigt?
A: Die neue Benutzeroberfläche verwendet farblich gekennzeichnete Anzeigen neben jedem Messwert, sodass auf einen Blick erkennbar ist, welche Werte innerhalb der Toleranz liegen und welche nicht – ganz ohne Fachwissen.
F: Kann CoreX Produktionsabweichungen erkennen?
A: Ja. Mithilfe des integrierten Trenddiagramms können Bediener die Entwicklung der Messwerte über mehrere Teile hinweg verfolgen und so allmähliche Prozessabweichungen erkennen, bevor diese zu Ausschuss führen.